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Visions of reality ("Western Motel")ShirleyShirley 2
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Shirley-Visions of Reality

ein Film von Gustav Deutsch

SPIELFILM | 2013 | Austria | 92 min | Englisch | DCP | 1,1:85

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In 13 filmisch belebten Bildern von Edward Hopper wird die Geschichte einer Frau erzählt, die die Wirklichkeit um sich herum nicht als Gegebenheit ansieht, sondern als gemacht und veränderbar und die in den entscheidenden Momenten ihren Überzeugungen treu bleibt.  
 
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Shirley ist eine Frau im Amerika der 30er, 40er, 50er und frühen 60er Jahre. Eine Frau, die in ihrem beruflichen und gesellschaftspolitischen Engagement den Lauf der Geschichte mitbestimmen möchte. Eine Frau, die die Wirklichkeit der Depressionsjahre, des Weltkriegs, der McCarthy Ära, der Rassenkonflikte und Bürgerrechtsbewegungen nie als Gegebenheit ansieht, sondern als gemacht und veränderbar. Eine Frau, die als Schauspielerin mit der Inszenierung von Realität vertraut ist, sie hinterfragen und selbst gestalten kann, eine Schauspielerin, die nicht in der Einzelkarriere und als Star ihre Zukunft und Bestimmung sieht, sondern als Mitglied eines Kollektivs gesellschaftliche Wirksamkeit des Theaters anstrebt. Eine Frau, die sich mit dem herrschenden Rollenbild einer Ehegattin nicht identifiziert und trotzdem einen Lebenspartner haben möchte. Eine Frau, die sich im Moment der beruflichen Krise nicht arrangiert, keine Kompromisse eingeht und sich trotzdem nicht scheut, Jobs anzunehmen, die ihr das Überleben sichern. Eine Frau, die sich im Moment der privaten Krise für den Partner entscheidet und ihre beruflichen Interessen zurückstellt. Eine Frau, die auf politische Repression mit Wut aber nicht mit Verzweiflung reagiert und die für Verrat nur Verachtung über hat. Shirley, das ist die Geschichte einer attraktiven, charismatischen, engagierten, emanzipierten Frau.
Besetzung: Stephanie Cumming, Christoph Bach, Florentin Groll, Elfriede Irral, Tom Hanslmaier, Yarina Gurtner Vargas, Jim Libby

Regie: Gustav DeutschDrehbuch: Gustav DeutschKamera: Jerzy PalaczSchnitt: Gustav DeutschMusik: Christian Fennesz, David SylvianTon: Christoph AmannAusstattung: Hanna Schimek, Gustav Deutsch, Veronika Merlin, Art for Art Theater Service, Rudi HopsigKostüme: Julia Cepp ; Maske: Michaela HaagProduktionsleitung: Marie TapperoLicht: Dominik Danner
Produktion: Gabriele Kranzelbinder
Förderungen: Österreichisches Filminstitut, ORF Film-Fernseh/Abkommen, FISA, Filmfonds Wien, Innovative Film Austria - BMUKK, European Community

Weltvertrieb: East-West Filmdistribution

Verleih: KGP (Ö), Rendez-Vous Filmverleih (Germany), KMBO (France), Karma, Obala Art Center, Art Fest, Pregnant Pictures, Anjou-Lafayette,
STATEMENT DES REGISSEURS

Als Ausgangspunkt für diesen Film, der die Inszenierung von Realität und den Dialog von Malerei und Film zur Basis hat, wählte ich Edward Hoppers malerisches Werk, das einerseits vom Film Noir beeinflusst war – in der Darstellung des Lichts, in der Wahl der Sujets und der Bildausschnitte, wie in den Bildern Night Windows (1938), Office at Night (1940), Room in New York (1932), oder das Kino selbst thematisierte, wie in New York Movie (1939) und Intermission (1963) – und andererseits Filmschaffende wie Alfred Hitchcock, Jim Jarmush, Martin Scorsese und Wim Wenders beeinflusste.
 
Ausgehend von der Überzeugung, dass Geschichte durch persönliche Geschichten von Menschen gemacht wird, und beeinflusst von John Dos Pasos USA Romantrilogie*, in der die Lebensgeschichten und Schicksale Einzelner als Stellvertreter für Viele amerikanische Lebens-, Sozial und Kulturgeschichte repräsentieren, habe ich für diesen Film als Hauptfigur eine Schauspielerin – Shirley – gewählt, durch die wir Amerika von Anfang der 30er, bis Mitte der 60er Jahre erleben und in inneren Monologen erzählt und reflektiert bekommen.

Es sind drei Dekaden, in denen auf allen Ebenen – politisch, sozial, kulturell, gesellschaftlich – große Umwälzungen in Amerika stattfanden und das Land und seine Menschen für immer veränderten: Pearl Habour und der zweite Weltkrieg, die Atombombe und die Eroberung des Weltalls, McCarthy und der Kalte Krieg, der Mord an John F. Kennedy und der beginnende Vietnamkrieg, Duke Ellington und der Bigband-Swing, Billie Holiday und der Südstaatenblues, Elvis Presley und der Rock´n Roll, Bob Dylan, Joan Baez und der Protestsong, The Group Theater, The Living Theater, Method Acting,The Actors Studio und die daraus hervorgehenden Filmstars, Anne Bancroft, Marlon Brando, James Dean, Marilyn Monroe, der Börsencrash und die Depression, Fordismus und die Interstate Highways, Rassenunruhen und der Ku-Klux-Klan, der Marsch auf Washington und Martin Luther King.  Ereignisse, Namen, Legenden, die sich ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben haben, die Bilder evozieren, Stimmungen hervorrufen.

Shirley erlebt und reflektiert all dies aus der Perspektive einer engagierten, emanzipierten und politisch dem linken Spektrum zugeordneten Schauspielerin. Sie mag Jazz, hört gerne Radio, geht gerne aus, liebt den Film. Sie steht mit beiden Beinen im Leben, auch in beruflichen und privaten Krisenzeiten und ist eine Frau mit inneren Überzeugungen. Sie ist attraktiv, charismatisch und spielt gerne Außenseiterrollen, wie zum Beispiel die Dirne Francey in Sydney Kingsleys Theaterstück Dead End. Außer der Kunst gilt ihr Interesse auch gesellschaftspolitischen Fragen. Kunst und gesellschaftspolitisches Engagement vereint sie als Ensemblemitglied des Group Theaters und des Living Theaters.

Mit ihrem Partner Stephen, einem Fotojournalisten der New York Post, teilt sie zwar nur zweimal in diesen drei Dekaden eine Wohnung, dennoch sind ihre privaten und beruflichen Schicksale tief miteinander verbunden: Arbeitslosigkeit als Folge der Depression, Enttäuschung durch Verrat von Group Theater Mitgliedern vor dem McCarthy Ausschuss, Repressionen auf Grund von politisch engagiertem Theater, Ausstieg aus der beruflichen Karriere wegen Krankheit des Partners, Verlust des Partners, Rückzug aufs Land und Infragestellung der gesellschaftlichen Wirksamkeit von Kunst, Emigration nach Europa – private Schicksale vor dem Hintergrund von und beeinflusst durch weltverändernde Ereignisse, kulturelle Revolutionen, gesellschaftspolitische Umwälzungen.

Persönliche Geschichten machen Geschichte.                                       

Gustav Deutsch, Jänner 2013

*The 42nd Parallel (1930), 1919, also known as Nineteen Nineteen (1932), and The Big Money (1936)



In 13 filmisch belebten Bildern von Edward Hopper wird die Geschichte einer Frau erzählt, die die Wirklichkeit um sich herum nicht als Gegebenheit ansieht, sondern als gemacht und veränderbar und die in den entscheidenden Momenten ihren Überzeugungen treu bleibt.  
 
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Shirley ist eine Frau im Amerika der 30er, 40er, 50er und frühen 60er Jahre. Eine Frau, die in ihrem beruflichen und gesellschaftspolitischen Engagement den Lauf der Geschichte mitbestimmen möchte. Eine Frau, die die Wirklichkeit der Depressionsjahre, des Weltkriegs, der McCarthy Ära, der Rassenkonflikte und Bürgerrechtsbewegungen nie als Gegebenheit ansieht, sondern als gemacht und veränderbar. Eine Frau, die als Schauspielerin mit der Inszenierung von Realität vertraut ist, sie hinterfragen und selbst gestalten kann, eine Schauspielerin, die nicht in der Einzelkarriere und als Star ihre Zukunft und Bestimmung sieht, sondern als Mitglied eines Kollektivs gesellschaftliche Wirksamkeit des Theaters anstrebt. Eine Frau, die sich mit dem herrschenden Rollenbild einer Ehegattin nicht identifiziert und trotzdem einen Lebenspartner haben möchte. Eine Frau, die sich im Moment der beruflichen Krise nicht arrangiert, keine Kompromisse eingeht und sich trotzdem nicht scheut, Jobs anzunehmen, die ihr das Überleben sichern. Eine Frau, die sich im Moment der privaten Krise für den Partner entscheidet und ihre beruflichen Interessen zurückstellt. Eine Frau, die auf politische Repression mit Wut aber nicht mit Verzweiflung reagiert und die für Verrat nur Verachtung über hat. Shirley, das ist die Geschichte einer attraktiven, charismatischen, engagierten, emanzipierten Frau.

Preise:

MEHRWERT-FILMPREIS DER ERSTE BANK (Viennale 2013)

Österreichisches Filmpreis/Austrian Film Award 2014 für BEST CINEMATOGRAPHY

Österreichisches Filmpreis/Austrian Film Award 2014 für BEST SET DESIGN

Österreichisches Filmpreis für/Austrian Film Award 2014 BEST COSTUME DESIGN

AWARD for BEST MOVIE CAMERA WORK (Golden Eye Film festival 2014 - Tbilisi, Georgia)  



Festivals:

Berlinale 2013 - International Forum of New Cinema (Berlin, Gemrany)

Image Forum Festival 2013 (Japan)

DOK.fest München 2013 (Munich, Germany)

IndieLisboa 2013 (Lisbon, Portugal)

Bildrausch - Filmfest Basel 2013 (Switzerland) - Opening film

New Horizon Film Festival 2013 (Wroclaw, Poland)

Kalrovy Vary International Film festival 2013 (Czech Rep)

European Film Festival Palic 2013 (Serbia)

Melbourne International Film Festival 2013 (Australia)

Hong-Kong IFF 2013 (China)

Split Film Festival 2013 (Croatia)

Kaunas IFF 2013 (Lithuania)

Flanders International Film Festival Ghent 2013 (Belgium)

Festival du nouveau cinéma de Montréal 2013 (Canada)

Viennale 2013 (Austria)

Camerimage 2013 (Poland)

SEFF Sevilla Festival de Cine Europeo 2013 (Spain)

exground filmfest 2013 (Germany)

Trieste Film Festival 2014 (Italy)

Arte Fiere - Cineteca di Bologna 2014 (Italy)

Göteborg Film Festival 2014 (Sweden)

!f Istanbul Film Festival 2014 (Turkey)

Tampere Film Festival 2014 (Finland)

Hong Kong Int. FF 2014 (China)

Diagonale 2014 (Austria) 

Golden Eye Film festival 2014 (Tbilisi, Georgia) 





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 Gustav Deutsch

 

1952  geboren in Wien
1958-62 Volksschule in Wien
1962-70 Gymnasium in Wien
1970-79 Studium der Architektur, TU Wien, Dipl.Ing.
1980-83 Mitglied der Medienwerkstatt Wien - Videoarbeiten
seit 1983 Mitglied der Künstlergruppe DER BLAUE KOMPRESSOR (DBK)
seit 1984 gemeinsame Arbeiten mit Hanna Schimek (D&S)
seit 1989 zahlreiche Filmarbeiten
seit 1996 Mitglied von SIXPACKFILM
seit 2002 Mitglied von AFTER IMAGE PRODUCTIONS
seit 2003 Artistic Director AEGINA ACADEMY (1)

 

Filmarbeiten zur Phänomenologie des Mediums Film, u.a.:

TASCHENKINO, 1995; FILM IST.1-6, 1998; FILM IST.7-12, 2002; WELT SPIEGEL KINO Episode 1-3, 2005; FILM IST. a girl & a gun, 2009
Internationale Festivalbeteiligungen, Auszeichnungen und Preise, u.a.:
Preis Neues Kino/Viennale 96, für TASCHENKINO und FILM IST MEHR ALS FILM, 1996; Main Price, Filmfestival Ann Arbor, für FILM IST.1-6, 2000; Curators Award, Cinema Texas, für FILM IST.7-12, 2002; Best Film, EXiS Mediafestival, Seoul, für WELT SPIEGEL KINO, 2005

Konzeption, Organisation und Realisation interdisziplinärer Kunstprojekte u.a.:

JARDIN DE WILTZ, 1983 -1987 (2); DIE KUNST DER REISE, Wien 1986/87 / Frankfurt 1988 / London 1991 (1); ODYSSEY TODAY / THE ATHENS CONFERENCE, Athens, 1995 (1); LICHT BILD - DIE AEGINA AKADEMIE (1), Aegina, 2003 / 2005; CAFE MELANGE, Wien, 2008 (1)
Förderungspreis für Bildende Kunst, BMUK, für DIE KUNST DER REISE, 1992 (1)

 

Gemeinsam mit: (1) Hanna Schimek (2) Der Blaue Kompressor

 

Filmografie (Auswahl):

 

2010 PRIVATE SANDNES - a kinematographic atlas, Video, Farbe/sw, 30min
2010 VISIONS OF REALITY - Pilotfilm, 35mm, Farbe, 12min
2009 FILM IST. a girl & a gun, 35mm, Farbe, 93min
2006 Die Mozarts, 35mm, Farbe, 1min (3)
2005 Tatort Migration 1-10, 10 Kanal DVD Installation (5)
2005 Welt Spiegel Kino, 35mm, s/w, 90min (5)
2002 Film ist. (7-12), 35mm, Farbe, s/w, 90min (5)
1999 K&K&K, Video, Farbe, 12min
1998 Film ist. (1-6), 16mm, Farbe, s/w, 60min (5)
1996 no comment - minimundus AUSTRIA, 35mm, s/w, 13min (5)
1996 Mariage blanc, 16mm, Farbe, 5min (4)
1996 Film ist mehr als Film, Trailer Viennale 96, 35mm, Farbe,s/w, 1min
1996 Taschenkino der Katalog, 16mm, s/w, 30min
1995 Taschenkino, S8, 100 Endlosschleifen, Farbe, Expanded Cinema
1995 Film/spricht/viele/Sprachen, Trailer Viennale 95, 35mm, Farbe, 1min (5)
1993 Augenzeugen der Fremde, 16mm, Farbe, 33min (4)
1992 Internationaler Sendeschluß, Videoinstallation
1990 Welt / Zeit 25812min, 16mm, s/w, 35min (1)
1990 Sa. 29 Juni / Arctic Circle, 16mm, Farbe, 3min
1990 Adria-Urlaubsfilme 1954-68, 16mm, Farbe,s/w, 35min (5)
1988 No je ne regret rien / Der Himmel über Paris, S8 / 16mm, Farbe, 2min
1984 Wossea Mtotom, Video, Farbe,s/w, 70min (2)
1982 Asuma, Video, Farbe, 20min (2)
1981 Fulkur, Video, s/w, 20min (1)
1981 Rituale, Video, s/w, 35min (1)

 

gemeinsam mit:

(1) Ernst Kopper; (2) Gerda Lampalzer und Manfred Neuwirth; (3) Hanna Schimek;

(4) Mostafa Tabbou; (5) Found Footage

 






www.shirley-visions-of-reality.com


© KGP Kranzelbinder Gabriele Production