Universalove
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Universalove

ein Film von Thomas Woschitz / Naked Lunch

SPIELFILM | 2008 | A, LUX, SBR | 80 min | english, portuguese, serbian, french, japanese, luxembourgish | 1:1,85

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UNIVERSALOVE ist eine globale Liebesgeschichte.
In Marseille schlägt Julies Herz mit derselben sehnsüchtigen Intensität, wenn sie an ihren Rashid denkt, wie jenes des japanischen Mannes, wenn seine Augen endlich wieder seine Angebetete erblicken, die in einer Suppenküche in Tokyo arbeitet. Liebe kann ein Strohfeuer sein, wie die zum Star einer Telenovela in Rio. Oder eine beständige, starke Flamme, die einem Paar in Belgrad die Kraft gibt um seine Existenz zu kämpfen. Da ist der schwarze Taxifahrer in Brooklyn, dessen verlangenden Gedanken an eine schöne Frau ihn in den emotionalen Abgrund eifersüchtiger Liebe führen. Oder der seriöse ältere Gentleman in Luxemburg, der es endlich, endlich schafft, seine wahren Gefühle für einen jungen Mann zuzeigen. Liebe passiert. Liebe findet statt. Seltsame Liebe. Wahre Liebe. Verrückte Liebe. Verzweifelte Liebe. Überall. In jedem Moment.

Besetzung: Anica Dobra, Dušan Ašković, Damien Smith, Sri Gordon, Daniel Plier, Sascha Migge, Liza Machover, Samir „RPZ“ Menouar, Magda Gomes, Erom Cordeiro,  Kyoichi Komoto, Makiko Kawai

Regie: Thomas Woschitz / Naked LunchDrehbuch: Thomas Woschitz, Andrea PivaKamera: Enzo BrandnerSchnitt: Thomas Woschitz, Frédéric FichefetMusik: Naked LunchTon: Carlo ThossProduktionsleitung: Marie TapperoIn Zusammenarbeit mit: Zigafilm (Rio de Janeiro), Ribo ltd (Tokyo), Paradoxal Inc. (New York), Les Films du Présent (Marseille)
Produktion: Gabriele Kranzelbinder, Pol Cruchten, Jeanne Geiben, Miroslav Mogorović
Förderungen: Film fund Luxembourg, Filmfonds Wien, Innovative film austria - BMUKK, ORF Film/Fernseh-Abkommen, Land Kärnten - Kultur, Republic of Serbia - Ministry of culture

Weltvertrieb: Films Boutique

Verleih: Stadtkino (Austria), Neue Visionen (Germany)

Über den Film

von Thomas Edlinger

Die Mathematik der Soziologie sagt uns: Liebe ist „eine ganz normale Unwahrscheinlichkeit“ (Niklas Luhmann). Ihre Verteilung auf der Welt ist –wahrscheinlich - so gleichmäßig wie zufällig. In „Universalove“ findet sie Thomas Woschitz in den Städten New York, Rio de Janeiro, Tokio, Marseille, Belgrad und Luxemburg. Die urbanen Räume, von den Straßen Brooklyns über die Stadtbrachen Belgrads und den Wohnsilos von Marseille bis zu dem im Sonnenlicht leuchtenden Strand von Rio werden dabei zu Kreuzungspunkten des Begehrens in einem magischen Realismus, der das Wunderbare in den Alltag einbettet. Er schafft Gesichter voller Sehnsucht, die uns verzaubern: der lang anhaltende Blick einer  junge Frau am Moped zum Beispiel, das oder  auch ein zarter, alles herum vergessen machende Kuss einer Frau aus den Favelas Rios, den ein im Zynismus fast ertrinkender TV-Star mitten im Dreh einer  Telenovela-Szene von empfängt wie eine erlösende Gabe. Es geht, oft aufgelöst in Nahaufnahmen und in vielen subtilen Gesten, um stille Träume und um rasende Angst, um Liebe und Verletzung, um Stärke und Schwäche. Um das Spiel von Nähe und Distanz, um Romantik und Tragik, um die Heiterkeit, den Tod – und um das ewige Weitermachen in Beziehungen, die gleichzeitig nicht enden und nicht besser werden wollen.  

Die sechs Episoden werden lose, nur durch den Schnitt und den Sound ineinander verwoben. Sie wollen sich nicht am Ende zu einem großen Ganzen fügen, sondern  lassen sich als narrativ elliptisches und emotional verdichtetes Kino der Empfindsamkeit lesen. Das Fragmentarische, Flüchtige der auf die Momente der Intensität hin verdichteten Skizzen zu einem „ewigen“ Thema erscheint darin programmatisch. Manches bleibt dadurch im Halbdunkel der Andeutung bzw. offen für atmosphärische Assoziationen mit Versatzstücken des Weltkinos.

Es geht in „Universalove“, wie im Schlager, wie in der Oper, um die großen Gefühle. Doch was dabei herauskommt, ist nach Ansicht des Regisseurs ein Musical für Leute, die sich sonst keine Musicals ansehen. Die obligatorische Nummernrevue im Musical, die die Körper in Tanz und Bewegung setzt, wird hier durch einen in Feinabstimmung mit den filmischen Szenen entstandenen und bis ins Detail nachjustierten Score der österreichischen Band „Naked Lunch“ ersetzt. Die exakt getimte Musikeinwürfe orchestrieren und strukturieren den Film. Sie werden nach Möglichkeit live zur Projektion eingespielt  und erzeugen dadurch eine nicht zuletzt mediale Reibung zwischen den teilweise effektbeladenen, artifiziellen Bildern und der performativen Direktheit und Wucht eines hochkonzentrierten Rocksets. Dieses lebt von der Dynamik eines sich häufig aus anschwellenden Ambient-Etüden herausschälenden, unversehends rhythmisch angetriebenen (Chor-)Gesangs der in den kurzen dramatischen Bögen imstande ist, zwischen glockenheller Hymnik und aufgerauhter, müder Melancholie zu vermitteln. In der rein filmischen Version von „Universalove“ sind die Song- und Soundminiaturen sorgfältig mit dem Sound der Filmszenen abgemischt, schlucken diese manchmal zur Gänze in den lauteren, eruptiven Passagen und lassen dann doch wieder Bilder und die Menschen darin buchstäblich atmen. So entstehen die  atmosphärische Anschlüsse an und Überblendungen von einzelnen Episoden.

„Come closer where we are“, singt der „Naked Lunch“ –Sänger Oliver Welter einmal, und wie zum Trotz entfernt sich ein Mann auf der nächtlichen Straße. Ein anderes Mal weitet sich die urbane Szene rund um einen heimlich in das girl next door verliebten Drifter in eine Wong Kar-Wei-bunte Tokio-Kamerafahrt, die irgendwann den Blick auf die Menschen in der lichtzuckenden Skyline verliert: „All my life I am waiting“, klagt ein Song, und er könnte von jedem von uns sein.



UNIVERSALOVE ist eine globale Liebesgeschichte.
In Marseille schlägt Julies Herz mit derselben sehnsüchtigen Intensität, wenn sie an ihren Rashid denkt, wie jenes des japanischen Mannes, wenn seine Augen endlich wieder seine Angebetete erblicken, die in einer Suppenküche in Tokyo arbeitet. Liebe kann ein Strohfeuer sein, wie die zum Star einer Telenovela in Rio. Oder eine beständige, starke Flamme, die einem Paar in Belgrad die Kraft gibt um seine Existenz zu kämpfen. Da ist der schwarze Taxifahrer in Brooklyn, dessen verlangenden Gedanken an eine schöne Frau ihn in den emotionalen Abgrund eifersüchtiger Liebe führen. Oder der seriöse ältere Gentleman in Luxemburg, der es endlich, endlich schafft, seine wahren Gefühle für einen jungen Mann zuzeigen. Liebe passiert. Liebe findet statt. Seltsame Liebe. Wahre Liebe. Verrückte Liebe. Verzweifelte Liebe. Überall. In jedem Moment.

Preise:

MAX OPHÜLS PREIS 2009 - Filmfestival Max Ophüls Preis, Saarbrücken (Germany)

Jury-Begründung:

Ein Film, der in Marseille spielt, in Brasilien, Belgrad, Tokio, Luxemburg und New York. Thomas Woschitz nimmt uns in „Universalove“ mit auf eine große Reise und wirft an allen Schauplätzen einen lebensklugen Blick auf die Liebe, auf die Verwirrungen, die Verrücktheiten und Vergeblichkeiten der Liebe. Eine atemlose, vibrierende Odyssee zur Musik von Naked Lunch, die kein geschmacksverstärkender Soundtrack ist, sondern eine Hauptrolle spielt. Thomas Woschitz entwickelt in seinem virtuos verschränkten Episodenfilm aus der Ästhetik der Musikvideos eine junge, eigensinnige Erzählweise. Jeder seiner Figuren schenkt er einen je eigenen Bilderkosmos, einen eigenen Rhythmus, eine eigene Atmosphäre. Und am Ende hältdie Welt vor lauter Liebe für einen Augenblick den Atem an.

 

BEST CINEMATOGRAPHY FEATURE FILM 2008/09 - Diagonale09, Graz (Austria)

Jury-Begründung:
Er hat die Kamera geschultert und ist damit quer durch die Welt, durch die Welt der Liebe, gereist: In Marseille, in Tokyo, in New York, in Luxemburg, in Belgrad hat er seine Bilder gefunden. Zu der suggestiven Musik von Naked Lunch und Geschichten, die von Einsamkeit und Eifersucht erzählen, von Leidenschaft und Verzweiflung, von Telenovelas und Schwulenliebe. „Liebe findet statt. Liebe passiert“, steht in den Produktionsnotizen zu diesem Film. Bilder auch. Hier sind sie intensiv, authentisch und geheimnisvoll zugleich. Der Diagonale-Preis für beste Bildgestaltung geht daher an: Enzo Brandner für seine Arbeit an UNIVERSALOVE

 

Thomas-Pluch-Drehbuchförderpreis 2010 (Austria)

Jurybegründung:
„Mit leichter Hand führt uns der Autor zu Schauplätzen in ferne Städte, auf verschiedene Kontinente. Die Verirrungen und Verwirrungen von Liebenden – sozusagen in aller Welt , ihre Mühen, Hoffnungen und Niederlagen werden ineinander verwoben, verdichten sich zu starken Momenten inniger Begegnung, um sich schließlich wieder in Leichtigkeit zu lösen.
Das Drehbuch besticht durch sein erzählerisches Konzept, das musikalischen Formen folgt. In sechs geschickt ineinander verschränkten Episoden lässt der Autor jedes seiner Liebespaare in einem eigenen Bilderkosmos agieren. Die Abwechslung der Orte verspricht einen großen Schauwert auf der Bildebene und über die bereits im Drehbuch festgelegten Lieder und Musikstücke eine starke akustische Struktur auf der Tonebene.
Wir gratulieren Thomas Woschitz zu seinem Drehbuch für seinen Film Universalove.“



Festivals:

World premiere: Toronto International Film Festival (Canada) 04.09.2008 - 13.09.2008

Festival du Nouveau Cinéma - Montreal (Canada) 08.10.2008 - 19.10.2008 

Filmfestival Max Ophüls Preis - Saarbrücken (Germany)  26.01.2009 - 01.02.2009

Berlinale - Perspektive Deutsches Kino (Germany) 05.02.2009 - 15.02.2009

Miami International Film Festival (USA)  06.03.2009 - 15.03.2009

!f Istanbul Independant Film Festival (Turkey) 12.02.2009 - 22.02.2009

Diagonale09 - Graz (Austria)  17.03.2009 - 22.03.2009

Crossing Europe - Linz (Austria) 20.04.2009 - 26.04.2009

UGC FETE L’EUROPE - Brussels (Belgium) 09.05.2009

San Joaquin International Film Festival - San Joaquin (USA) 14.05.2009 - 23.05.2009

Jecheon International Music & Film Festival - (South Korea) 13.08.2009 - 18.08.2009

FilmFestival Cottbus (Germany) 10.11.2009 - 15.11.2009

exposed filmfestival/Blickpunkt - Cologne (Germany) 20.11.2009

Festival de cinéma Du grain à démoudre - Gonfreville l’Orcher (France) 20.11.2009 - 29.11.2009

Trieste Film Festval (Italy) 21.01.2010 - 28.01.2010

Internationales FIlmwochenende Wurzburg (Germany) 27.01.2010 - 31.01.2010

Chicago International Movies and Music Festival (USA) 04.03.2010 - 07.03.2010

Festival International du Film d'Aubagne (France) 15.03.2010 - 20.03.2010

Casa del Parco, Torino (Italy) 16.06.2011

Filmfest Milans (Switzerland) 25.06.2011

  

 

 

LIVE SCREENINGS

01.10.2010 Teatro Olimpico - Roma (Italy)

30.09.2010 KINO ŠIŠKA - Ljubljana  (Slovenia)  

04.03.2010 Chicago International Movies and Music Festival (USA) - Opening night

28.01.2010 Trieste Film Festival (Italy)

26.01.2010 Posthalle - Würzburg (Germany)

25.01.2010 NaTo - Leipzig (Germany)

24.01.2010 Kampnagel - Hamburg (Germany)

22.01.2010 Volksbühne - Berlin (Germany)

01.11.2009 Landestheater Linz (Kammerspiele) (Austria)

25.09.2009  Das Haus - Ludwigshafen (Germany)

24.09.2009  Palace - St. Gallen (Switzerland)

23.09.2009  Treibhaus - Luzern  (Switzerland)

22.08.2009 Arena Open Air - Vienna (Austria)

21.08.2009 Moviemento Open Air - Linz (Austria) 

19.08.2009 Burghof Open Air - Klagenfurt (Austria) 

16.08.2009  Jecheon International Music & Film Festival  (South Korea)

07.05.2009 Spielboden - Dornbir (Austria) 

06.05.2009 Leo Kino - Innsbruck (Austria)

17.04.2009 Gartenbaukino - Vienna (Austria)

19.03.2009 Diagonale  - Graz (Austria)

30.01.2009 Max Ophüls Festival Saarbrücken (Germany) 





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THOMAS WOSCHITZ

Geboren1968 in Klagenfurt, Österreich. Studiert am Centro Sperimentale diCinematografia in Rom/Italien bei Lina Wertmüller. Regie bei mehrerenerfolgreichen Kurzfilmen, u.a. “Tascheninhalt und Nasenbluten” (1995 -Österreichischer Kurzfilmpreis),  “Blindgänger - Duds” (1996 -Filmfestival von Venedig) und  “Girls and Cars (2004 - CannesFilmfestival) die alle bei zahlreichen internationalen Filmfestivalseingalden wurden. Konzeption und Realisierung experimentellerFilm-Installationen, wie  “Oil Film” (1994) und  “Loop’s End (2003)oder die akkustische Reise “ moving landscape© (2002)“ sowieMusik-Videos. Außerdem hat er als Schnittmeister zahlreiche Spiel- undDokumentarfilme montiert, z.B. “La Capa Gira” und "Mio Cognato", beidevon Alessandro Piva oder “Perl oder Pica” von Pol Cruchten.  Gemeinsammit der Band “Naked Lunch” realisiert er 2005 das Filmkonzert“Sperrstunde - Closing Time” (Locarno - Wettbewerb Video). 2005 erhielter den Anerkennungspreis des Landes Kärnten für Film und Multimedia. 2008 dreht er seinen neuen Musikfilm "Universalove" und entwickelt den Speilfilm "Die Räuber-Reloaded". 

Filmographie

1992  22 Arten die Flucht zu ergreifen - Videotryptichon 
1994 Ölfilm - 10 Trugbilder - Videofilminstallation
1995 Tascheninhalt und Nasenbluten - Kurzfilm  
Anerkennungspreis DIAGONALE 1995 - Bester Kurzfilm
1995 Interkonsum - Film-Ausstellung im Künstlerhaus Knt. 
1996 Blindgänger - Kurzfilm
Kurzfilmpreis - Filmfestival Trento
2001 A little girl is dreaming of taking the veil - Kammeroper 
2002 Moving Landscape© - Begehbares Roadmovie
2003 GIRLS AND CARS - Kurzfilm
European Short Film Award Vendome 2004
2005 SPERRSTUNDE - Musikfilm mit Naked Lunch
 
 
NAKED LUNCH
 
Gründung der Band im Jahre 1990.
Seit dem 91er Debüt ‚Naked' auf dem deutschen Label Big Store, etliche von der internationalen Presse vielgelobte Veröffentlichung in Europa und den USA, sowie Tourneen, Auftritte in ganz Europa, den USA, Südamerika, Russland.
In den gleichen Zeitraum fallen auch kompositorische Auftragsarbeiten sämtlicher Mitglieder fürheater, Filme und Arbeiten für andere Künstler.
 

CD - AUFNAHMEN:
1991 Naked Lunch CD/LP - ‚Naked'
1992 Naked Lunch CD/LP -  ,Balsam'
1997 Naked Lunch CD/LP -  ,Superstardom'
1999 Naked Lunch CD/LP -  ,Love Junkies'
2004 Naked Lunch CD/LP -  ,Songs for the exhausted'
2004 Naked Lunch/Thomas Woschitz DVD Sperrstunde'
2007 Naked Lunch CD/LP -  ,This Atom Heart of Ours'





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